“Und wie machst Du das mit dem Smartphone?”

Interessant, was die Vorbereitung auf den Jakobsweg und das Gespräch über meine Pläne allein schon in Gang setzt. Die intensivsten Gespräche drehten sich um die Nutzung des Smartphones auf dem Weg, das Lesen oder eben Nichtlesen von Mitteilungen, E–Mails, Newsfeeds, usw. Ich musste zugeben, darüber noch nicht wirklich nachgedacht zu haben. Letztlich ist das aber doch eine sehr grundsätzliche Frage. Mache ich es wie sonst im Urlaub – was heißt, dass ich immer und ständig aufs Smartphone schaue und alle Nachrichten lese und umgehend beantworte, egal ob privat oder dienstlich – oder gilt für den Jakobsweg etwas anderes? Wenn aber etwas anderes gilt, warum mach ich das nicht auch schon während unseres Familienurlaubs so? Oder gar grundsätzlich in der Freizeit?

Gestern habe ich dann tatsächlich auf allen meinen Geräten beinahe alle Mitteilungen deaktiviert. Auch die App–Symbole zeigen jetzt nicht mehr mit Hilfe der kleinen roten Bläschen neue Nachrichten an. Ausgenommen habe ich davon nur den Messenger, Whatsapp und den Facebook–Messenger, weil ich diese Nachrichten tatsächlich gerne zeitnahe haben möchte, ebenso wie Telefonanrufe. Sie landen auch auf meiner Uhr, werden allerdings durch die „nicht stören Funktion“ zeitweise, vornehmlich nachts, auch stummgeschaltet. Auf dem Macbook gibt es jetzt außer bei Skype gar keine Mitteilungen mehr, auf dem iPad auch nicht. Mir ist noch nicht ganz klar, wann ich jetzt Mails abrufe und bearbeite. Das muss sich noch finden. Tatsache ist, dass die Ablenkung am Macbook jetzt so ziemlich auf Null gesunken ist. Eine sehr gute Erfahrung. Für den Familienurlaub und die Freizeit ist eigentlich nur noch zu klären, ob ich überhaupt Mails abrufe und bearbeite oder das generell unterlasse. Für den Jakobsweg gilt das gleiche. Dort wäre es auch möglich, die „nicht stören Funktion“ dauerhaft zu aktivieren. Das muss ich mir noch überlegen.

Jedenfalls ist noch weit vor dem Weg einiges in Bewegung geraten.

„Ich packe meinen Rucksack…“

Langsam wird es ernst. Heute habe ich die letzten Besorgungen gemacht und meinen Rucksack gepackt. Ich habe versucht mich möglichst zu beschränken und bin mit dem Gesamtgewicht des Rucksacks von 7,9 kg unterhalb der empfohlenen 10% des eigenen Körpergewichts geblieben. Dass ich dafür im Urlaub auf Borkum extra zwei Kilo zugenommen habe, braucht ja niemand zu wissen.

Die Packliste sieht folgendermaßen aus:

  • Schlafsack
  • Kissen
  • Trecking-Sandalen
  • 1 Paar Socken
  • 1x Unterwäsche
  • 1 Langarmshirt
  • 1 T-Shirt
  • 1 lange Sporthose
  • 1 kurze Sporthose
  • Regenjacke
  • 1 Microfaser-Handtuch
  • Zahnbürste und Zahncreme
  • Duschgel
  • Rasierklinge und Rasiergel
  • Deo-Spray
  • 2x Taschentücher
  • 1x Leukotape
  • 6x Wundpflaster
  • 1x Compeed-Blasenpflaster
  • Hirschtalg-Fußcreme
  • Panthenol-Salbe
  • Nagelschere
  • Medikamente
  • Ibuflam-Schmerzgel
  • Einkaufsbeutel
  • Wasserdichter Bauchgürtel für Geld und Kreditkarte
  • Sonnenbrille
  • Sonnenhut
  • Sonnencreme
  • 1x Ohropax
  • Wäscheleine
  • 4 Sicherheitsnaden
  • Trinkflasche
  • 4x Nussriegel als Notproviant
  • All-in-one-Besteck
  • Taschenmesser
  • Powerbank
  • Ladegerät
  • Handy
  • Kopfhörer
  • Notizbuch und Stift
  • Te Deum (Buch mit den Texten für das Stundengebet)
  • Pilgerführer
  • Pilgerausweis
  • Jakobsmuschel

Dazu kommen die Trekking-Stöcke und die Kleidung, die ich anhaben werde. Recht übersichtlich, wie ich finde.